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buch:die_herrschaft_des_zufalls

Titel:Die Herrschaft des Zufalls
Autor: Gilles d'Argyre
Originaltitel: Le sceptre du hasard (1968)
Übersetzer:Martin Fischer
Titelbild: Paul Lehr
ISBN: 3-453-30478-0
Verlag Heyne, München 1978

Nachdem die Methoden der Meinungsforschung subtil verfeinert worden sind, werden Abstimmungen in der Politik überflüssig. Computer ermitteln die Personen, die mit ihrem Charakterbild dem Wählerwillen am nächsten kommen. Schließlich hat man als Staatsform die »Stochastokratie« etabliert, die nach dem Prinzip des Zufalls den Herrscher unter den in Frage kommenden Personen auslost – nach dem Prinzip der Lottoziehung.
So erfährt Ingmar Langdon am Fernsehapparat, daß das Los ihn getroffen und zum »Stochastokraten« gekürt hat. Er, der viel lieber seine Ruhe hat, alte Bücher liest und frei durch die riesigen, von Robotern gepflegten Parks der unterbevölkerten Erde streift, ist über diese Wahl bestürzt. Seine erste Reaktion ist die Flucht – aber er kommt nicht weit. Er ist bereits ins Räderwerk der Macht geraten, das ihn nicht mehr freigibt. Er wird zum Palast geschleppt und hat – von Robotern und Regierungscomputern streng überwacht – die Herrschaft über die Erde und die mehr als hundert besiedelten Planeten anzutreten. Aber bald muß er feststellen, daß diese Herrschaft keineswegs nur auf den Gesetzen des Zufalls beruht, sondern daß im Hintergrund massive Interessen agieren, die selbst die angeblich autarken Computer zu manipulieren in der Lage sind.
    Hinter dem Pseudonym Gilles d'Argyre verbirgt sich kein anderer als Gérard Klein. Der bekannte französische SF-Autor und Diplompsychologe, Jahrgang 1937, ist u.a. Herausgeber der bedeutendsten französischen SF-Reihe »Ailleurs et Demain« im Verlag Robert Laffont, Paris, in der auch dieser Roman, Le sceptre du hazard, erschien.

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