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heft:die_waechter_greifen_ein

Titel:Die Wächter greifen ein
Autor: Jack Read
Reihe:Vampir-Horror-Roman Band 401
Originaltitel
Titelbild: Michael Whelan
VerlagPabel, Rastatt 1980

Sergeant Mclntosh drehte behutsam an dem kleinen Ventilrädchen. Ein leises, kaum hörbares Zischen drang an seine Ohren, als das unter hohem Druck stehende Gas aus der stecknadelkopfgroßen Düse strömte. McIntosh biß sich besorgt auf die Lippen. Hoffentlich sprachen die hochempfindlichen Sinne des wahnsinnigen Gelehrten nicht auf das verräterische Geräusch an. Unwillkürlich fielen dem Sergeanten die warnenden Worte Carpenters ein. „Dieser Zanelli ist ein Teufel“, hatte der Superintendent und oberste Chef der New Yorker Kriminalpolizei gesagt. „Ein verrücktgewordener Wissenschaftler, der seine umwälzenden Entdeckungen mißbraucht und dabei ist, sich zum Weltfeind Nummer eins zu entwickeln. Passen Sie um Himmels willen auf, daß er Sie nicht erwischt! Der Kerl hat sogar hinten Augen.“ Die winzige Düse war von einem kegelförmigen, sich zur Spitze konisch verjüngenden Gummimantel umgeben, der sich luftdicht um das Türschloß preßte. Diese hermetische Absperrung war notwendig, denn von dem hochwirksamen Gas genügten bereits geringe Spuren, um tiefe Bewußtlosigkeit zu erzeugen. So aber wurde es in eine bestimmte Richtung gezwungen: durch den schmalen, vielfach gezackten Spalt des komplizierten Sicherheitsschlosses. Mclntosh hörte plötzlich Stimmen. Sie klangen dumpf, waren nicht zu verstehen. Kurz darauf ertönte ein klatschendes Geräusch, ein lautes Poltern folgte, begleitet von einem schmerzlichen Ächzen. Der Sergeant schluckte.

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