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heft:das_haus_der_alptraeume

Titel:Das Haus der Alpträume
Autor: Uwe Voehl
Reihe:Vampir-Horror-Roman Band 449
Originaltitel
Titelbild: Antonio Bernal
VerlagPabel, Rastatt 1981

Ich bin ein Verfluchter. Ich mußte erfahren, daß neben unserer realen alltäglichen Welt andere Welten existieren. Die der Hexen und Magier, der Drachen und Gespenster. Und die der hundert Geheimnisse, die noch auf ihre Enthüllung warten. Aber ich bin auch ein Jäger. Ein Jäger aller dunklen Mächte, von denen ich wiederum ein Teil bin. Ich bin der Henker.

Ich drückte die Zigarette in dem Aschenbecher aus, um sie überrascht loszulassen, als ich sah, was mit ihr vorging: sie blutete. Eine Zigarette, die blutete! Es geht schon wieder los, dachte ich. Nirgendwo konnte ich meinem Schicksal davonlaufen. Ich schien eine magische Anziehungskraft auf ominöse Geschehnisse zu haben. Ich beugte mich über den Aschenbecher und besah mir die Zigarette genauer. Sie war nur noch ein kurzer Stumpf und von mir arg zerdrückt worden. Aus ihrem Ende floß Blut, das sich in dem Aschenbecher ausbreitete. Wenn nur Sylvia oder Fred dagewesen wären. Sylvia war eine nicht untalentierte rothaarige Hexe, die stets eine Erklärung fand. Und Fred, mein glatzköpfiger Gefährte, hätte in seiner direkten Art das Geschehen als Unsinn bezeichnet.

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